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In Nantes - 2010

Kennen lernen französischer Lebenskultur - Frankreichaustausch 2010

Nach 20stündiger Busfahrt kamen wir – das waren 27 Schüler, Frau Freiberger, Frau Furjan und Herr Brandner – am Montag, 03. Mai 2010, in Nantes an unserer Partnerschule an. Dort wurden wir mit Brioche und Getränken herzlich empfangen, so dass die nächtlichen Strapazen sofort vergessen waren. Alle deutschen Schüler fuhren dann mit ihren Austauschpartnern nach Hause und verbrachten den Rest des Tages in den französischen Familien.

 
Vor dem Bürgermeisteramt in Nantes


die Begleitlehrkräfte vor dem Ocèarium
"vom Winde verweht 

Am nächsten Tag machten wir einen Ganztagesausflug in die „Guérande“, wo wir das „Océarium“ (ähnlich wie Sea World) besuchten und anschließend den Strand und das Meer genießen durften.

Am Mittwoch wurden unsere Schüler von der Rektorin, Mme Faure, herzlich begrüßt. Ihre Tochter nahm auch am diesjährigen Austausch teil. Anschließend bekamen wir eine Führung durch das „collège“. Es waren einige Unterschiede zum deutschen Schulsystem festzustellen.
Beispielsweise haben die französischen Schüler bis 17:30 Uhr Unterricht, sie haben eine Schulkantine, es gibt außer den Lehrern pädagogisches Personal, das sich um viele Angelegenheiten der Schüler kümmert, jeder Lehrer hat seinen eigenen Fachraum etc.

Unsere deutschen Schüler durften zu viert in verschiedenen Unterrichtsstunden dabei sein. Auch wir Lehrer hatten die Gelegenheit, uns den Unterricht der französischen Lehrer anzuschauen. Den Mittwoch Nachmittag verbrachten alle in den Gastfamilien, da ausnahmsweise keine Nachmittagsschule war.

Muschelsuche am Strand                im Aufenthaltsraum





die deutsche Gruppe - ein gutes Team

 
Schifffahrt auf der "Erdre", einem Fluss in Nantes 

in der Schulkantine

Am Donnerstag besichtigten wir den Mont-St-Michel, eine Abtei, die auf einer Felsinsel burgartig in den Ärmelkanal ragt. Sie gehört mit Sicherheit zu einer der eindrucksvollsten Sehenswürdigkeiten Frankreichs. Anschließend durften alle Zeit in St. Malo, einer alten Piratenstadt, verbringen. Am Freitag morgen besuchten wir den „marché de Talensac“ in Nantes. Die französischen Lehrer hatten eine Rallye vorbereitet, so dass unsere Schüler den verschiedenen Marktverkäufern Fragen auf Französisch stellen mussten. Sie lernten dabei etwa, dass ein „Jesus“ eine getrocknete Wurst ist. Zur Verwunderung einiger Schüler wurden die (zum Teil riesigen) Meerestiere lebend verkauft, da sie so als frischer gelten.

Nachmittags bekamen wir eine interessante Stadtführung auf Deutsch. Unsere Schüler hatten wieder Unterlagen zu bearbeiten und die Stadtführerin lobte ihr Interesse und ihren Fleiß. Danach wurden alle Deutschen und Franzosen in der
„mairie“, dem Rathaus von Nantes, empfangen. Frau Freiberger sagte ein paar Worte zum Austausch und fünf mutige Wasserburger Schüler erzählten anschließend von ihren Erfahrungen und von dem bisher Erlebten.

Das Wochenende verbrachten alle in der Familie. Wir Lehrer fuhren mit den französischen Lehrern ans Meer, wo wir die französische Esskultur in einem Restaurant mit Meerblick wieder einmal genießen konnten. Schon am Vorabend wurden wir bei einer französischen Kollegin kulinarisch verwöhnt.


die Abschiedsparty             "Fête d'Adieu"

Am Montag, dem letzten Tag, machten wir eine Schiffahrt auf der „Erdre“, einem Fluss in Nantes. Danach gab es ein Picknick für alle und nachmittags konnte jeder noch einmal ein paar Stunden in der Stadt verbringen, um letzte Souvenirs zu kaufen. Abends fand die alljährliche „Fête d’Adieu“, die Abschiedsparty an der Schule, statt. Die Gastfamilien brachten leckere Speisen für das Buffet mit und es wurden Geschenke für die Verantwortlichen des Austauschs verteilt. Als wir dann im Bus die Heimreise antraten, wurden viele Tränen vergossen. Alle beteiligten Schüler und Lehrer werden noch lange von den schönen Erlebnissen und Erfahrungen in Frankreich zehren.