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Von Kapelle zu Kapelle

Radrundwege in den Gemeinden Soyen und Edling

Im Rahmen eines fachübergreifenden Projekts recherchierte die 9 a Kapellen im Gemeindbereich Edling und Soyen. Es wurden nicht nur die einzelnen Kapellen und die Kulturlandschaft wurden beschrieben, sondern auch Radwege ausgearbeitet,  die zum Entdecken der Kapellen einladen.

 

           

 

 


Der Kapellen-Radrundweg der Gemeinde Edling wurde am  
Freitag, 11. Juni 2010 eröffnet. 

Der Kapellen-Radrundweg der Gemeinde Soyen wurde am
Samstag, 12. Juni 2010 eröffnet.                                               >>Bilder        

 

Radrundweg Edling

Beim Rathaus Edling starten wir, entlang der Hauptstraße Richtung Kirche und biegen nach der Raiffeisenbank rechts in die Lärchenstraße ein. Bei der Einmündung der Schächinger Straße befindet sich die Gaststätte "Schächinger Mühle". Aber zuerst geht es weiter nach Viehhausen, nach dem Bahnübergang die zweite Straße rechts und gleich wieder rechts nach Weidachmühle.

 

 

Marienkapelle Weidachmühle

Die Kapelle liegt sehr idyllisch in der Ebrachschleife, fast ein bisschen versteckt auf der zweiten Hangterrasse.

Der Fluss, an dessen Ufer Weiden  wuchsen,  gab dem Anwesen vermutlich wohl seinen Namen. Die Endsilbe „–ach“ deutet eine Siedlung an einem Wasserlauf an.  Die Wasserkraft der Ebrach wurde hier für eine Mühle genutzt. Die Kapelle wurde in der zweiten Hälfte des  19. Jahrhunderts im neugotischen Stil erbaut.  Sie weist einen hölzernen Glockenturm auf. In den 50er Jahren wurde der Innenraum vom Wasserburger Maler Peter Fellner gestaltet. Die Wandmalereien im Innern der Kapelle setzen sich mit dem Thema Himmel und Hölle auseinander.  

Ursprünglich hatte die Kapelle einen hölzernen Altar mit Heiligenfiguren, die leider einen Wurmbefall erlitten.  Auf dem Altar steht heute eine  Muttergottesstatue  von Lourdes. Die Worte „ Schmerzhafte Mutter bitt für uns“ sind auf dem  Sockel zu lesen und weisen wohl auf eine frühere Figur hin. Warum die Kapelle ursprünglich erbaut wurde, weiß man heute nicht mehr. Josef Anton Meggle II. ließ als Dank für den guten Ausgang eines  Baustellenunglücks die Kapelle in den 30er Jahren des  letzten Jahrhunderts renovieren.  Die Arbeiten ruhten während des zweiten Weltkriegs. In den 50er Jahren wurde die Renovierung  wieder aufgenommen und anlässlich einer Firmung in Edling abgeschlossen. Jährlich findet im Mai eine Andacht statt.

von Weidachmühle – Schloss Hart; Fahrtzeit: 20 Minuten (4 km). Die Fahrtrichtung nach Süden wird beibehalten, östlich des Weges wächst ein naturnaher Auwald, nach vorne blickt man in die Berge. Bei der von der B 15 kommenden Querstraße wird nach rechts – Richtung Edgarten, Rosshart gefahren und abermals die Ebrach überquert. Auch hier nutzte man ehemals die Wasserkraft des Flusses, woran uns das Stauwehr und die Aufschrift „Feilenhauerei“ erinnert. Jetzt schlängelt sich die Straße ein bisschen bergauf. Die zweite Straße biegen wir links ab und fahren den Feldweg rechts Richtung Daburg und noch einmal  rechts über die Bahnunterführung. An der Edlinger Straße muss man  rechts fahren und gleich darauf links. Nun stehen wir vor Schloss Hart.

Schlosskapelle Hart

Der Besitz gehörte ursprünglich zum Hochstift Regensburg und wurde von Schloss Hohenburg (heute Gemeinde Soyen) aus als Bauerngut verwaltet.  Der Wasserburger Bürger Sigmund Hauser erwarb das bäuerliche Gut und baute es in ein Schloss um. 1677 wurde das Anwesen an Bischof Albrecht Sigismund von Freising verkauft. Es diente ihm als Sommerresidenz und er ließ in das Schloss eine Kapelle einbauen.

„Auszug aus Historico-Topographica Descriptio 1701“

 „Statt in der Ebene dißeyts des Yhns und nit weit von dem Fluß Attl, so hinder dem Schloß durch ein Waldächtiges Thal lauffet, entlegen. Hat vormahls Faistenhart gehaißen. Das Schloß hat anfänglich Herr Sigmund Hauser, Obrist und Pfleger zu Wasserburg um das Jahr 1640 erbauen in dessen Mitte sich eine zierliche zweigädige Capell under dem Titl Passionis Domini mit schönen Mahlereyen befindet und wird „allda Wochentlich ein gestiftte Meß vom Kloster Attl auß gehalten.

Das Anwesen Schloss Hart wechselte häufig den Eigentümer  und kam 1918 in den Besitz der Familie Schnetzer. Der Innenhof weist eine doppelte Arkadenreihe auf.

Die Kapelle befindet sich im Obergeschoss des langgestreckten Repräsentationsbaus.  Sie ist ein einschiffiger Raum, den ein Tonnengewölbe  mit Stichkappen überspannt.  Stuckarbeiten, deren Meister und Datierung unbekannt ist, zieren den Raum. Pilaster gliedern die Wände. Seitlich der Pilaster  stehen in den Nischen die Figuren der 12 Apostel.  Der Altar ist im Stile der Mitte 17. Jh. Das angeblich früher vorhandene Enstehungsdatum 1679 wurde bei der Restaurierung m Ende des 19. Jh. leider entfernt. Einzelne Elemente scheinen aber durchaus älter zu sein, sodass der Altar vielleicht unter der Amtszeit von Bischof Albrecht Sigismund nur verändert und die Kapelle sowie die Repräsentationsräume stuckiert wurden. Die beiden Seitenfiguren, - links angeblich der Hl. Rochus, rechts der Hl. Sebastian – ausgesprochene Pestheilige, würden gut in die Zeit um 1640 passen. Die Kapelle kann nach vorheriger telefonischer Anmeldung gerne besichtigt werden.

Von Schloss Hart nach Dirnhart; Fahrtzeit: 5 Minuten (2 km). Von Schloss Hart fahren wir Richtung Edling und biegen die zweite Straße links nach Dirnhart. Bei dieser Einfahrt steht kein Hinweisschild. Man radelt jedoch direkt auf Dirnhart zu.

Dorfkapelle Dirnhart

Der überdachte Vorbau wird von zwei Marmorsäulen getragen. Ein hölzerner, mit Blech verstärkter  Turm ziert das Dach.  Licht spenden zwei Rundbogenfenster.  Im Inneren ist der Dachstuhl sichtbar und vor dem Altar steht eine Kniebank. Ausgestattet ist die Kapelle mit einem Weihwasserkessel, mit Ikonen und anderen schmückenden Elementen.  Auch trifft man die Kapelle meist mit frischem Blumenschmuck an. 
 

Die Hofkapelle von Sebastian Oberhauser wurde 1983 als Gemeinschaftsprojekt erbaut, aus Dankbarkeit für die  vollständige Heilung  seines Sohnes.  Nicht nur die Nachbarschaft und die ortsansässigen Firmen unterstützen den Bau, sondern auch der damalige Pfarrer Bernd Joa  und Herr Jurascheck . Es handelt sich um eine Marienkapelle.  Jeden ersten Sonntag im Monat wird hier ein Rosenkranz gebetet.  Zweimal im Jahr  hält man eine Marienandacht  und feiert  im Anschluss ein Dorffest.

von Dirnhart – Wolfrain; Fahrtzeit: 15 Minuten (ca.3 km). Zur Weiterfahrt wird die Richtung beibehalten. Wir bleiben auf der Dorfstraße und fahren an dessen Ende nach links in den Wald. Der Weg verläuft etwa zwei Kilometer in nordwestlicher Richtung durch den Wirtschaftswald. Bei der ersten größeren Gabelung halten wir uns leicht rechts, ansonsten wird die Fahrtrichtung beibehalten.

Wir treffen auf hallstattzeitliche Grabhügel, die ca. von 850 – 500 v. Chr. hier angelegt wurden. In dieser Zeit wurden die Toten unter Grabhügel bestattet. Eine Schautafel des  ak-edling macht uns darauf aufmerksam und liefert Informationen.  Bei der Weiterfahrt wird die RO44 gequert.  Nach dem Verlassen des Waldstücks liegt auf einer Rodungsinsel erhöht der Weiler Wolfrain. Die ockergelb gestrichene Kapelle gibt sich zu erkennen.

Marienkapelle Wolfrain

Im Jahr 1948 wurde die Kapelle von Bauersleuten Ludwig und Therese Schmid erbaut.  Ludwig Schmid löste damit sein Gelübde für die gesunde  Heimkehr aus zwei Weltkriegen ein. Fenster- und Türöffnung weisen  Rundbögen auf.  Die Türöffnung ist mit einem schmiedeeisernen Gitter versehen.  Das Dach trät eine  rote Ziegeleindeckung. Im Inneren wurde eine Grotte, nach dem Vorbild der Lourdes-Grotte, eingebaut.  Die Tuffsteine stammen aus der Bachleite des Flusses Attl.  Eine schöne Marienstatue, entsprechend der Lourdes–Grotte füllt die Grotte aus.  Die Farbgestaltung der Marienstatue stammt vom Wasserburger Maler Fellner. 1981 erhielt sie durch den Grafinger Kirchenmaler Knorr eine Restaurierung.
Lange Jahre wurde beim Bittgang in der Kreuzwoche vor Christi Himmelfahrt an der Kapelle das erste Evangelium verlesen und der Segen gespendet.

 

Lourdes-Grotte: Das Mädchen BERNADETTE SOUBIROUS,  aus dem kleinen Ort Massbielle unterhalb der Stadt Lourdes, hatte im Februar 1858 die erste von insgesamt 18 Marienerscheinung. Sie erlebte diese als armes, kränkliches Mädchen beim  Holzsammeln in der wenige Meter von ihrem Elternhaus entfernten Grotte nahe der Stadt Lourdes. Das Mädchen entdeckte die heilende Quelle. Die katholische Kirche hat dort bislang 67 Heilungswunder anerkannt. Das Aussehen der Marienstatue aus Lourdes ist unverwechselbar. Sie trägt ein cremefarbenes Gewand mit blauer Schärpe, den Rosenkranz in der Armbeuge und eine Rose auf jedem Fuß. In Verehrung der wundertätigen Madonna von Lourdes wird auch der "heilige Ort" ihrer Erscheinung nachgeahmt. Zahlreiche Lourdesgrotten wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in den katholischen Gegenden Deutschlands errichtet.

An der Kapelle geht es leicht bergauf. Wir fahren das erste Straßerl links nach Zell beim Bauernhof vorbei. Der Weg schwenkt nach Westen, wir  stehen auf einer kleinen Anhöhe, einem Aussichtspunkt. Der Blick reicht von den Alpen im Süden bis zum Haager Schlossturm im Norden. Leicht abwärts bringt uns der Schotterweg nach Brandstätt. Wieder Vorsicht! Wir queren den unbeschrankten Bahnübergang und fahren nach Norden zur B 304; auch diese muss vorsichtig überquert werden. Aber jetzt stehen wir schon in Oberhub.

Hauskapelle in Oberhub

Gleich rechts beim ersten Anwesen ist die kleine Kapelle versteckt zwischen der Heckenbepflanzung zu finden.  Sie ist nicht öffentlich zugängig. Die Marienkapelle liegt eingebettet in der Einfriedung  des Grundstücks.  Sie wurde 1971 erbaut und dient der Familie als Hauskapelle.  






Von Oberhub nach Oberunterach ist es nur ein Katzensprung und uns empfängt schon die Hofkapelle.  Der Name Oberunterach lässt wieder auf eine Lage an einem Bach schließen. Der Weiler liegt leicht erhöht in einem Wiesental mit vielen Feuchtflächen.

Hauskapelle in Oberunterach

Die Kapelle steht an einer Weggabelung. Sie wurde im späten 18. oder frühen 19. Jh.  als kleiner Barockbau errichtet. Den Eingangsbereich gliedern zwei Pilaster und ein Traufgesims. Ursprünglich besaß die Kapelle ein Walmdach, das etwa 1950 durch ein einfaches Eternit-Satteldach ersetzt wurde.  Das rechts gelegene der beiden Fenster ist mit einem Tapetenmuster verglast.Im späten 19. Jh. wurde die Kapelle in eine Lourdeskapelle umgebaut. Vermutlich erhielt sie dabei eine Erweiterung, um eine Grotte einbauen zu können.  In der Grotte steht eine Lourdes-Marienstatue. An der Decke befinden sich  ein Fresko, zu sehen ist das Lamm Gottes.

Oberunterach - Breitmoos, Fahrtzeit: 5 Minuten (ca. 1 km)
Wir fahren nach der Kapelle links den Weg durch das Wäldchen nach Breitmoos. In Breitmoos halten wir uns wieder links und sehen dann die kleine Kapelle auf der anderen Straßenseite.

Hauskapelle Breitmoos

Der kleine Bau steht eingebettet zwischen zwei Lindenbäumen. Hinter dem schönen schmiedeeisernen Gitter befindet sich ein Vesperbild (Pietà). Die schmerzhafte Muttergottes trauert um ihren Sohn. Die Bezeichnung "Vesperbild" kommt daher, dass Maria am Karfreitag ungefähr zur Zeit des Abendgebetes (Vesper) ihren toten Sohn in den Schoß gelegt bekam.

Die Kapelle wurde Anfang der 50er Jahre des letzten Jh. erbaut. Sie wurde als Dank für die Kriegsheimkehr aus dem 2. Weltkrieg errichtet.

Breitmoos - Oberunterach - Felling/Franzosenkreuz - Fürholzen; : 25 Minuten ( 5, 5 km) Wir fahren den Weg wieder zurück bis nach Brandstätt. Gleich am Dorfeingang darf der schmale Weg links vor dem eingewachsenen Schloss Brandstätt nicht übersehen werden. Der schmale Pfad führt am Schloss vorbei und zwingt uns hintereinander zu fahren. Die Richtung nach Osten wird beibehalten und man ist gleich in Felling.

 "Das Franzosenkreuz" ist geradeaus beim zweiten Bauernhof in die Fassade eingemauert.  Das barocke Kreuz und die eingemauerten Tafeln erinnern an zwei Unglücksfälle. "Bartolomäus Hiebl, Schwarzbauer in Feling, unschuldigerweise am 6. April 1801 durch die grausame Hand eines Franzosen ermordet"  Ein einquartierter Soldat der napoleonischen Armee hatte im Strohlager seinen Geldgurt verloren, bezichtigte den Bauern des Diebstahls und erstach ihn im Streit. Zwar fand sich wenig später das verlorene Gut, aber auch der Soldat bezahlte die Tat, indem ihn das Kriegsgericht zum Tode verurteilte "

Die 20 m müssen wieder zurück gefahren werden, damit man die B 304 unterqueren kann. Gemütlich geht es nun weiter durch das Dorf Ramsau, vorbei an einer Gärtnerei nach Obersteppach. Immer wieder trifft man auf Entwässerungsgräben. Kurz vor Untersteppach biegen wir links nach Norden ab und fahren geradeaus auf die Kapelle Fürholzen zu.

Die Kapelle steht an einer Feldwegkreuzung.  Das Dach ist mit Blech eingefasst.  Über dem Eingangsportal steht das Marienmonogramm.

Im Inneren der Kapelle wurde auch hier der Altar der Lourdes-Grotte nachgestaltet.
Sechs Betbänke mit neugotischem Schnitzwerk laden zum Verweilen ein. Rechts neben dem Eingang befindet sich ein in das Mauerwerk integriertes Weihwassergefäß.

Fürholzen - Fürholzen Ost; Fahrtzeit: 5 Minuten - Eine kurze Strecke von etwa 200 Meter muss man sich nun auf die RO42 begeben, in die wir links einbiegen und beim Schild "Schwitzkasten" nach rechts verlassen, um gleich unsere nächste Kapelle zu begrüßen. Wir sind hier in einem Moorgebiet. Bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts wurde nach Torf gestochen, das der getrocknet und als Heizmaterial verwendet wurde. Ganz in der Nähe befindet sich das Naturschutzgebiet "Kesselsee".

Hauskapelle Fürholzen

Erbaut wurde die Kapelle im Jahr 1996, worauf uns eine Tafel an der Außenwand hinweist. Sie hat einen überdachten Vorhof und besitzt einen hölzernen Glockenturm.  Im Innenraum steht ein Altar und eine Betbank. Erbaut wurde die Marienkapelle als Dank für die Genesung nach Krankheiten von Sebastian und Maria Lackner.

Fürholzen Ost - Hochhaus; Fahrtzeit: 12 Minuten - Der Weg  führt uns wieder zurück auf die RO42, Vorsicht beim Überqueren! Wir radeln Richtung Edling, also nach links und verlassen die verkehrsreiche Straße genauso wieder, wie wir sie anfangs betreten haben. (Möchte man das Amphitheater mit dem "Stoa" besuchen, muss man etwa 300 weiter fahren und auf das  Hinweisschild auf der linken Straßenseite achten.)
An der Kapelle Fürholzen "7"  biegen wir nach links, Richtung Süden nach Rudering. Die Ebrach wird überquert und von  Untersteppach führt der Weg uns geradeaus weiter nach Hochhaus. Vorsicht!  beim Überqueren der B 304. In Hochhaus nehmen wir die erste Straße links, fahren zwischen den Wohnhäusern  und biegen nach  rechts in die Hochhauser Straße. Gegenüber vom  Sportplatz steht auf der rechten Straßenseite die Kapelle.

Kapelle Hochhaus

Die Kapelle steht etwas erhöht vor dem quellenreichen Hochhauser WeilerWeiher. Sie  hatte ursprünglich die Straßenbreite als Vorplatz vor ihrem Eingangsportal zur Verfügung, diesen verlor sie beim Bau der Straße.

Josef Hiebl, Bauer in Edling, ließ die Kapelle vermutlich aufgrund eines Gelöbnisses im Jahr 1854 errichten. Mit dem Erwerb der Wasserrechte der dahinter liegenden Quellen durch den Bezirk Oberbayern ging auch die Kapelle  in deren dessen Eigentum über.

Hinter einem Gitter befindet sich ein Altarraum. Der Altartisch wurde im neugotischen Stil aus Holz angefertigt. Vor etwa 50 Jahren gab es auch einen Altaraufsatz. Heute befindet sich hier eine geschnitzte hölzerne Madonna mit Kind. Die Kapelle wurde im Jahr 2006 renoviert.

 

 

 

 

Die Broschüre "Von Kapelle zu Kapelle, Radrundweg in der Gemeinde Edling" liegt bei den Gemeinden auf.

>>download Karte

Diese Projektarbeit wurde im Fach Informationstechnologie und Erdkunde erstellt.
Das Projektteam: Gertraud Ganslmeier, Esther Ferstl und die 9 a Schuljahr 2009/10

Radrundweg Soyen

Startpunkt unseres Radweges ist das Gemeindehaus in Soyen. Hier fahren wir zuerst die Riedener Straße Richtung See und überqueren die Bahngleise. Der Weg führt am östlichen Ufer des Soyener Sees vorbei bis zum Abzweiger Wasserburg/Haag, dem man folgt. Bei der Ortschaft Weidgarten wird die Straße überquert, steil führt eine kleine Straße kurz bergauf. Am letzen Hof sieht man auf der rechten Seite nach hinten versetzt die Kapelle Weidgarten.

 

Kapelle Weidgarten

Die Kapelle befindet sich in Privatbesitz und wurde im 19. Jh. erbaut. Bei der Renovierung vor fünf Jahren fand man die Jahreszahl 1893. Das Ziegeldach, sowie der Putz und das Gitter, welches den Eingang schmückt, wurden hierbei erneuert. Im Innenraum findet sich in einer kleinen  Grotte eine neue Lourdes-Marienstatue, die nach der Renovierung  von den Besitzern aufgestellt wurde. Unterhalb dieser steht links ein  Schutzengel,  rechts davon ein Prager Jesulein. Warum die Kapelle erbaut wurde, weiß man leider nicht mehr.

Lourdes-Grotte. Das Mädchen BERNADETTE SOUBIROUS,  aus dem kleinen Ort Massbielle unterhalb der Stadt Lourdes, hatte im Februar 1858 die erste von insgesamt 18 Marienerscheinung. Sie erlebte diese als armes, kränkliches Mädchen beim  Holzsammeln in der wenige Meter von ihrem Elternhaus entfernten Grotte nahe der Stadt Lourdes. Das Mädchen entdeckte die heilende Quelle. Die katholische Kirche hat dort bislang 67 Heilungswunder anerkannt.

Das Aussehen der Marienstatue aus Lourdes ist unverwechselbar. Sie trägt ein cremefarbenes Gewand mit blauer Schärpe, den Rosenkranz in der Armbeuge und eine Rose auf jedem Fuß. In Verehrung der wundertätigen Madonna von Lourdes wird auch der "heilige Ort" ihrer Erscheinung nachgeahmt. Zahlreiche Lourdesgrotten aus Tuffstein wurden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts in den katholischen Gegenden Deutschlands errichtet.

Weidgarten - Hundsham, Fahrtzeit: 6 Minuten (1,2 km). Man fährt von Weidgarten auf der Staatsstraße ein kurzes Stück  zurück Richtung Soyen. Noch vor der Ortschaft biegen wir links nach Hundsham ab und folgen der Straße durch hügelige Moränenlandschaft, bis wir am höchsten Punkt des Weilers auf die Kapelle stoßen, die auf der rechten Seite vor einem Bauernhof steht.

Kapelle Hundsham

Die Hofkapelle hat die Grundfläche eines Sechsecks. Sie weist einen kleinen gemauerten Vorhof mit zwei Fenstern auf, durch den der eigentliche Eingang mit einer Holztür verdeckt wird. Die Fensterform ist neugotisch, das Dach mit Ziegeln eingedeckt. Den First schmückt ein geschmiedetes Kreuz. 

Den Innenraum schmückt ein neugotischer Altar, es handelt sich um einen verkleinerten Nachbau eines Seitenaltars der Kirche aus Rechtmehring. Der Nachbau wurde nach dem 2. Weltkrieg in Auftrag gegeben. Links von diesem sieht man auf einem Sockel eine Jesusfigur, auf der rechten Seite die schmerzhafte Mutter Gottes. Die Deckenbemalung zeigt den heiligen Geist, symbolisiert durch die Taube. Vor dem Altar befinden sich vier Kniebänke. Beim Eingang ist eine Votivtafel aufgehängt, errichtet zum Andenken an die glückliche Heimkehr dreier Nachbarssöhne aus der Kriegsgefangenschaft nach dem 2. Weltkrieg.

An dem Ort, an dem die Kapelle steht,  befand sich vor der Erbauung eine Grotte.
Als im 19. Jahrhundert eine Rinderseuche ausbrach, der viele Tiere zum Opfer fielen, legte die Bauersfamilie bei einer Wallfahrt zur Wieskirche das Gelübtde ab, diese Kapelle zu erbauen. 1991 wurde die Kapelle renoviert.

Hundsham - Mühlthal, Fahrtzeit: 13 Minuten (2,6 km). In Hundsham fahren wir nach der Kapelle links den Berg hinab und biegen im Wald rechts nach Rottenhub ab. An der Weggabelung  fährt man links und dann gleich wieder rechts. Schließlich führt uns der Weg weiter bis zu einer Kreuzung. Hier biegen wir links ab, folgen dem Straßenverlauf und dann der Beschilderung nach Mühlthal. Wir fahren links der Bahntrasse Rosenheim - Mühldorf durch den Ort, an dessen Ende sich auf der rechten Seite etwas versteckt die Kapelle befindet.

Kapelle Mühlthal

Die Barockkapelle erbaute man im 18. Jahrhundert (ca. 1740). Sie befindet sich in Privatbesitz und ist momentan unzugänglich. Die Kapelle wurde restauriert und trocken gelegt.

Den Eingangsbereich gliedern zwei Pilaster und ein Segmentbogen. Auch die Seitenansichten und der Chorschluss weisen Pilaster auf. Den Innenraum verschließt ein zweiflügeliges Eingangstor aus Holz. Die Fresken stammen teils wohl aus der Erbauungszeit. Die Seitenfiguren bilden den Heiligen Andreas und Sebastian ab. Letzerer ist am besten erhalten. Sein Attribut sind die Pfeile, die seinen  Körper durchbohren. Er ist Schutzheiliger gegen die Pest. Die Darstellung mit dem sogenannten Glöckchen-Gehänge ist typisch für die zweite Hälfte des 18. Jhs. Das Altarbild, ein Maria-Hilf-Bild ist flankiert von zwei Pilastern, auf denen Vasen mit „Maibuschen“ dargestellt sind.

Mühlthal – Reiching, Fahrtzeit: 5 Minuten (0,8 km). Wir  fahren den Weg zurück nach Reiching. Etwas versteckt steht auf der linken Straßenseite die Kapelle.

Kapelle Reiching

Der kleine Bau stand ehemals an einer Weggabelung, die Straße wurde verlegt und so leidet sie heute ein bisschen unter „Platzmangel“.  Die Kapelle wurde 1927 für das Überleben eines Unglücks errichtet.  Der Großvater der jetzigen Eigentümer brachte mit dem Fuhrwerk den Mist auf das Feld. Eine verirrte Kugel eines Jägers traf den Bauern am Kopf. Er verlor zwar auf einem Auge sein Augenlicht, überstand aber das Unglück ansonsten gut. Als Dank für das Überleben errichtete er diese Kapelle.

Die Kapelle besitzt einen Dachreiter. Hinter dem schmiedeeisernen Gitter befinden sich Heiligenfiguren.

Mühlthal – Königswart, Fahrtzeit: 21 Minuten (4,9 km). Wir radeln Richtung Soyen bis zum Bahnübergang auf der linken Seite. Die Schienen werden überquert und man folgt nun den Wegweisern Richtung Schlicht und fährt noch einmal an Mühltal vorbei, nun auf der östlichen Seite der Bahnstecke. Es geht  ein ganzes Stück geradeaus an idyllischen Wiesen, Feldern und kleineren Waldstücken vorbei bis zu einer Kreuzung. Hier folgt man der Beschilderung in Richtung Königswart. Steil fällt der Weg schließlich an den Innleiten ab, unten angekommen fährt man unter der Eisenbahnbrücke Königswart durch zu dem Bauernhof auf der linken Seite. Hier liegt im Hof die Kapelle Königswart unterhalb des Bahndamms auf dem Innhochufer.

Kapelle in Königswart

1855 wurde die Kapelle von den Eheleuten Alois und Kastula Köbinger erbaut und dem Heiligen Michael geweiht. Die Linde rechts der Kapelle könnte zur Einweihung  gepflanzt worden sein. Sie wäre somit mehr als 150 Jahre alt.

Den weißen  Bau schmückt ein Sandsteinkapitell aus dem Anfang des
13. Jahrhunderts. Es ist eines der seltenen Belege romanischer Plastik in unserem Raum.  Das Kapitell stammt aus den Ruinen der verfallenen Burg Königswart und war auch Grund für die Erbauung der Kapelle. Das Ehepaar hatte 1851 ihr marodes Anwesen aus Abbruchmaterial der Burg völlig neu errichtet und beim Suchen von geeigneten Bausteinen dieses alte Kapitell gefunden. Sie beschlossen, eine Kapelle zu erbauen und das Kapitell am Eingang zu integrieren.

 Die Glocken „Maria und Gregor“ wurden am 22. Juli 1857 in den Glockenturm eingebaut. Über dem Altar befindet sich eine Kopie des berühmten Gnadenbildes Mariahilf von Lucas Cranach dem Älteren. Das Original kann im Hochaltar des Innsbrucker Domes besichtigt werden. Seitlich des Altarbildes stehen barocke Engel. An den Seitenwänden befinden sich einige Votivtalfeln, eine davon stammt vom Wasserburger Stadtschreiber Joseph Heiserer (1794 – 1858), der in Schlicht sein Jagdrevier hatte und den Bauplan für die Kapelle zeichnete.   

 Legende zur Kapelle Königswart: Beim Bau der Kapelle wurden Steine der Burg verwendet. Der Bauer holte sie mit einem Fuhrwerk und immer auf dem gleichen Stein saß eine Schlange. Er versprach, eine Kapelle zu erbauen, wenn am nächsten Tag die Schlange weg sei. Am folgenden Tag war die Schlange weg, im Stein war ihr Abdruck noch zu sehen.

 Königswart  – St. Koloman, Fahrtzeit: 13 Minuten (2,2 km). Die nächste Kapelle muss man sich erarbeiten: Zuerst geht es die Innleiten nun steil bergauf, dann geradeaus Richtung Demoos/Frauenholzen. Die tiefen Mulden im Gelände stammen sicherlich vom Lehmabbau, denn  noch Mitte des 19. Jh. befand sich zwischen St. Koloman und Frauenholzen eine Ziegelei. Von hier aus ist die Kapelle links auf einem Hügel sichtbar. Wieder bergan fährt man in Schlicht links.

St. Koloman, Schlicht 

Auffallend ist der eckige „Zwiebelturm“ und das geziegelte Vordach. Die barocke Kapelle wurde 1644 von Veith Perkhamer, dem Fürstbischöflich Regensburger Pflegsverwalter von Schloss Hohenburg errichtet. Das lässt sich im Wappen mittels der beiden Buchstaben „V“ und „P“ am Eingangsportal zur Kapelle ablesen, das sich zwischen den beiden Zahlen 16 und 44 am Türgewände einfügt. Den eckigen Dachreiter mit zwei Glocken erhielt sie 1887.

  Hl. Koloman. Der heilige Koloman war ein irischer Pilger, den man auf dem Weg nach Palästina bei Stockerau in Niederösterreich gefangen nahm und am 17. Juli 1012 hinrichtete. Koloman wurde aufgrund seines fremdländischen Aussehens für einen Spion gehalten und mit zwei Mördern erhängt oder erschlagen. 

 Die Legende sagt, dass er an einem dürren Holunderstrauch erhängt wurde. Der Leichnam  soll keine Verwesungsspuren aufgewiesen haben, er wurde erstmals in der Basilika in Stockerau beigesetzt. Zahlreiche Wunder seien an seinem Grabe geschehen. Das Grab ließ Heinrich I öffnen und den Leichnam nach Melk überführen. Dort wurde er am 13. Oktober 1014  ein zweites Mal beigesetzt.  Den heiligen Koloman erkennt man an den Attributen Pilgerflasche, Strick und die Pilgerpalme. Er ist Patron des Viehs, der Reisenden, gegen Krankheiten, Kopf- und Fußleiden Pest, Unwetter, Feuersgefahr, Ratten- und Mäuseplagen.

Und diese allzeit gültige Bauernregel wollen wir nicht verschweigen: „Hl. Koloman,  schick mir einen braven Mann.“ (Mag sein, dass unsere Kapelle St. Koloman nun verstärkt von Pilgerinnen aufgesucht wird.) Der Gedenktag ist der 13. Oktober. 

Den barocken Altar dominiert ein Bild des Namensgebers der Kapelle, des Heiligen Koloman. Den Altar ließen wohl Mitglieder der Grafenfamilie von Törring-Jettenbach und der Familie Strässl errichten. Die Figuren des Altars stammen vom Wasserburger Bildhauer Jakob Laub. An den Wänden befinden sich weitere Heiligenfiguren, wie Antonius von Padua und Felix von Cantaliche mit dem Bettelsack, die der Wasserburger Bildhauer Simon Thaddäus Hartmann 1763 gefertigt und Niklas Bernhard gefasst hat.
Quelle: Ferdinand Steffan, „Zur Altarstiftung in St. Koloman“, 2010
St. Koloman war eine Wallfahrer-Stätte, einige Votivtafeln zeugen noch davon.

St. Koloman - Strohreit, Fahrtzeit: 18 Minuten (4,0 km).
Die nächste Kapelle ist in Strohreit. Um dorthin zu kommen, behalten wir die Fahrtrichtung bei, fahren nach der Kapelle St. Koloman also ca. 100 Meter im Wald bergab und biegen an der Kreuzung rechts Richtung Wasserburg ab. Nun geht es immer geradeaus durch die Hügellandschaft. Wir passieren den Ort Hohenburg, in dem linkerhand auf einem dominanten Hügel einst eine Burg stand (Exkurs Hohenburg). Der Aufstieg auf den Burgkegel wird mit einem herrlichen Ausblick über das Inntal belohnt.  In  Rieden lädt ein Biergarten zur Einkehr ein. Weiter geht es durch den Ort  nach Strohreit. An der Weggabelung halten wir uns links und stehen  bald vor der Kapelle, die am rechten Straßenrand steht. 

Kapelle in Strohreit

Die kleine Kapelle liegt direkt an der Straße in mitten des Dorfes, wo sie 1858 von fünf Strohreiter Bauernfamilien erbaut wurde. 1967 renovierte man die Kapelle.

Die Eingangstür und die Fenster sind von neugotischer Form, über dem Eingang befindet sich ein Dreipass. Den First schmückt ein Kreuz aus Metall. Auffallend ist der nach hinten versetzte kleine Glockenturm auf dem roten Ziegeldach.

 



Im Innenraum befindet sich auf dem Altar eine große 
barocke Holzfigur, die Verspottung Jesu. Die sitzende Figur trägt den Purpurmantel, das Haupt wird von der Dornenkrone gekrönt. Den Schilfkolben, den die Figur hält, haben in der Kreuzigungsgeschichte Soldaten Jesus als Ersatz für sein Zepter gegeben, um ihn so zusätzlich zu verspotten. An vielen Körperstellen sind Wundmale zu sehen. Von Interesse ist auch ein Votivbild aus dem Jahre 1860. Es zeigt einen betenden Mann, der auf einer Kirchenbank kniend den Heiligen anbetet. Der Jesus auf dem Bild ist der Jesusfigur  auf dem Altar nachempfunden. Der unter dem Bild stehende Text lautet folgendermaßen: „Hier in dieser Kapelle ist der ehrbare Joh. Flötzl Thaller in Thall den 4 März 1860 in einem schnellen und unvermutheten Tod gestorben. Alt 59 Jahr."

Wir fahren durch den kleinen Ort und biegen in den ersten Feldweg links ab. Der Weg führt in den Wald hinein, es geht bergab bis wir auf den Wanderweg Wasserburg – Rieden stoßen. Hier biegen wir rechts  ab, Richtung Wasserburg und radeln am Innufer flussaufwärts. Ein Bach wird überquert und dann sieht man schon die nächste Kapelle, die Laurentiuskirche von Zell.

Kapelle in Zell

Das Kirchlein im Weiler Zell zählt zu den ältesten Gotteshäusern der Region.

 Ende des 13. Jahrhunderts oder Anfang des 14. Jahrhunderts wurde der Grundstein für die jetzige Kirche gelegt. Die kleine Ansiedlung in Zell muss im Hochmittelalter bedeutend gewesen sein, wenn man hier eine größeren Kapelle errichtete.  Im Innenraum der Kirche finden sich Fresken aus der Spätgotik, die den Altar- und den Chorraum ausfüllen. Über dem Sockel ist ein Bilderfries erhalten, das Bezug auf das Leben des Hl. Laurentius, den Kirchenpatron, nimmt. Den ursprünglichen  Bau gestaltete man in der Frühgotik, der Spätgotik und der Barockzeit um.  Der barocke Laurentiusaltar, der ehemals der Hauptaltar war, stammt aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. 1803 sollte die Kirche im Zuge der Säkularisierung abgerissen werden. Die beiden Bauern aus Zell kauften daraufhin diese und nutzten sie privat. 1869 wurde die Kirche von Grund auf restauriert, der Zwiebelturm wurde durch einen neugotischen Spitzturm ersetzt. 1938 drohte wieder der Abriss, nun wurde die Kapelle gerettet, indem man das Bauwerk notariell der Pfarrgemeinde Rieden übertrug.

Zell - Waldkapelle, Fahrtzeit:  8 Minuten,  1,6 km
Man radelt  weiter gemütlich flussaufwärts.  An der Waldkapelle laden  Bänke zum Rasten ein.

Waldkapelle am Inn

Der Ursprung der Kapelle ist auf den Kupferschmiedmeister Ernst Dürr zurückzuführen. Anfang der 80er Jahre des 19. Jahrhunderts hatte dieser auf dem Weg von Wasserburg nach Rieden ein Marienbild in seiner Tasche gefunden und dieses an den Ast eines Baumes geheftet. 1883 ließen Frauen des Christlichen Müttervereins hier eine kleine Lourdes-Grotte aus Tuffstein samt einem gusseisernen Kreuz errichten. 
Besucher brachten Votivgaben und so folgte eine hölzerne Kapelle.

Die Waldkapelle am Inn wurde 1927 von Benefiziat Josef Arnold und dem Architekten Johann Baptist Riepertinger sowie von vielen fleißigen und freiwilligen Helfern errichtet. Josef Arnold ließ auch den Riedener Weg von Wasserburg zur Kapelle anlegen. 2001 wurde die Kapelle aufgrund von Brandspuren umfassend renoviert.  Auch erhielt sie eine neue geschnitzte Marienfigur.

Das schon erwähnte gusseiserne Kreuz  steht auf der linken Seite der Kapelle.  Aus den Wundmalen der angebrachten Jesusfigur quillt Wasser.

Waldkapelle – Oed, Fahrtzeit: (25 Minuten, 5 km).
Nun wird es sportlich. Von der Waldkapelle radelt man ein kurzes Stück weiter in Richtung Wasserburg. Vor der Innbrücke geht es rechts den Innhang hinauf, auch unter der Brücke halten wir uns rechts nach Koblberg.



Wenn man aus dem Wald heraus kommt und die Wiese gequert hat, trifft man auf den asphaltierten Weg, der nach Rotmoos führt. In Rotmoos wird rechts abgebogen in Richtung Koblberg/Soyen. Jetzt bleibt man auf der Straße und fährt parallel zur B 15 bis zur Kreuzung Strohreit/Hannstatt. Vorsicht: Wir queren die B 15, radeln leicht bergauf nach Hannstatt und weiter Richtung Buchsee. Vor Buchsee fahren wir über die Bahngeleise. Am Ende des Ortes geht es rechts und beim nächsten Anwesen blicken wir nach rechts. Abseits in der Wiese unter einer ca. 500 Jahre alten Linde steht die kleine

Kapelle von Oed

Das Dach ist geziegelt, die Kapelle weiß getüncht. Vor dem Altar befindet sich ein geschmiedetes Gitter, auf dem das Jahr der Erbauung vermerkt ist: 1749 wurde sie von Wolfgang Singer errichtet.

Der Altar ist wie eine kleine Grotte in der Rückwand der Kapelle versenkt. Ihn dominiert ein segnendes Jesuskind mit einem Strahlenkranz. Der Figur zu allen Seiten beigestellt sind unterschiedliche Marienfiguren. Vor dem Altar befinden sich zwei Betstühle.

 Neben der Kapelle steht das Naturdenkmal  „Singerlinde“. Der Stammumfang des mächtigen Baumes beträgt 7,20 Meter. Die Linde stellt ein wertvolles Biotop für Tiere aller Art dar. Ganz deutlich ist hinter der Linde noch die Vertiefung des ehemaligen Buchsees zu sehen.

Jährlich im August findet hier eine Jagdhornbläsermesse (Hubertusmesse) statt.

Oed - Lamsöd, Fahrtzeit: (25 Minuten, 5 km)
Schließlich geht der Weg zurück nach Soyen.  Wieder auf der Straße fahren wir nicht nach Buchsee zurück,  sondern weiter durch Wiesen und dann durch ein Waldstück. Das ganze Gebiet ist sehr stark durchfeuchtet, was man an den vielen kleinen Weihern und Bächen sehen kann, die alle miteinander in Verbindung stehen.  Im Wald biegen wir rechts ab, bei einer Weggabelung noch einmal rechts und dann links. Geradeaus fahren wir schließlich über einen Bach und nehmen die Unterführung, um die B15 zu queren.  Nun geht es bergauf nach Seeburg und in der Ortschaft kann man schon den herrlichen Blick auf den Soyener See, der ein Relikt der Eiszeit ist, genießen. Man fährt geradeaus weiter, überquert die Bahnlinie und radelt anschließend links nach Lettmoos.  Hier fällt auf der linken Wegseite ein schön bemaltes altes Bauernhaus  auf.  Hier radelt man leicht rechts bergan, an Loderstätt vorbei bis wir auf die  Straße nach Soyen stoßen. Jetzt fahren wir links und nehmen den Radweg. In Lamsöd auf der rechten Straßenseite steht die kleine neue Kapelle.

Kapelle in Oed

Die kleine Marien-Kapelle wurde im Jahr 2003  neu errichtet. An dieser Stelle befand sich davor eine schon sehr marode Grotte nach Lourdes-Art.  Wann die Grotte errichtet wurde lässt sich nicht mehr nachweisen. Man kann vermuten, dass sie auf Blasius Wetterstetter zurück geht, von ihm hängt auch eine Votivtafel aus dem Jahre 1873 in der Kirche Kirchreit. Zur damaligen Zeit herrschte in der Familie eine hohe Kindersterblichkeit. 

Jetzt geht es auf dem Radweg weiter zurück nach Soyen.

 

Die Broschüre "Von Kapelle zu Kapelle, Rad-Rundweg Soyen" liegt in der Gemeinde Soyen auf.
>>download Karte Soyen