Seminarausflug 2010
Nachdem im Jahr 2009 aus organisatorischen Gründen leider keine Seminarexkursion stattgefunden hatte, startete das Seminar 2010 mit privaten PKWs am 21. Oktober 2010 um 12.30 Uhr von der Anton-Heilingbrunner-Realschule in Richtung Oberaudorf. Die Gruppe mit den beiden Seminarlehrerinnen Frau Lechner und Frau Zimmermann versammelte sich dort am Skiliftparkplatz und machte sich zum Aufstieg zur Ramsauer Hütte auf 1400m Höhe auf.

Dort angekommen, präsentierte sich die Berghütte von ihrer besten Seite in der Abendsonne und eingehüllt in den ersten Schnee der Saison. Nach dem Bezug der Quartiere machten sich einige der Gruppe sofort daran, den Kachelofen im Aufenthaltsraum einzuheizen, der Rest der Seminarteilnehmer kümmerte sich um das Abendessen.
Nach einem reichlichen Abendessen erfolgte das Abendprogramm unter der Leitung der beiden Seminarlehrerinnen.
Die Oberpunkte der verschiedenen Abendthemen könnten zusammengefasst werden in
-
-
- Kennenlern- und Vertrauensspiele
- Sozialisationsspiele
- Theorie- und Reflexionsphasen
-
Zu Beginn wurde von den beiden Lehrkräften das Amöbenspiel inszeniert. Dabei handelt es sich um eine Art „Aufsteigspiel“, in dem es darum geht, eine Laufbahn von der Amöbe über eine Maus hin zu einem Huhn, dann zu einem Affen und schließlich zum Menschen vorzunehmen. Am Anfang beginnt jeder als Amöbe. Trifft er eine andere Amöbe, spielen die beiden Partner Stein, Schere, Papier. Je nachdem, wer als Sieger hervorgeht, klettert auf der Evolutionsstufe eine Sprosse höher. Ziel ist es natürlich, die Stufe des Menschen zu erreichen. Sehr lustig an diesem Spiel ist die nonverbale Verständigung bzw. die Kommunikation mit Lauten und Gestik des jeweiligen Tieres.
Ein weiteres Spiel war der „Gordische Knoten“. Hier versammeln sich die Teilnehmer in einem Kreis, strecken ihre Hände nach vorne und gehen mit geschlossenen Augen in Richtung Kreismitte, bis jeder mit seiner Hand die eines anderen Spielers greift. Es entsteht ein „Menschenknäuel“, welches von den Mitspielern ohne Kommunikation entwirrt werden muss.
Höhepunkt des Abends war ein Wettkampf zwischen vier gleichgroßen Gruppen, welche aus selbst ausgesuchten Naturmaterialien einen möglichst hohen und kreativ gestalteten Turm bauen sollten. Von den Seminarlehrerinnen wurden lediglich vier Blatt Papier ausgegeben, die zur Verwendung herangezogen werden durften. Nach der abgelaufenen Zeit sollten sich die Gruppen gegenseitig bewerten. Zum Erstaunen aller, gewann nicht der höchste Turm, sondern der niedrigste, aber am kreativsten gestaltete Turm.
Im Anschluss fand ein Reflexionsgespräch über das letzte „Turmbauspiel“ satt, bei welchem sich herauskristallisierte, wie sich ein Team formt und bildet.
Den meditativen Abschluss des Abends bildete die Geschichte: „Botschaft an die Lehrer dieser Welt“, welche von der Seminarlehrerin, Frau Zimmermann, den Seminarteilnehmern vorgelesen wurde.
Am nächsten Morgen fanden sich alle Teilnehmer wieder beim Frühstück ein und stärkten sich für den anstehenden Tag. Es folgte eine Theoriephase, bei der jeder Seminarteilnehmer sein Ziel für das kommende Schuljahr erarbeitete, welches er nicht aus den Augen verlieren will. Zu diesem Zwecke suchte sich jeder einen Mentor; dieser hat die Aufgabe, immer an das gesteckte Hauptziel zu erinnern. In einem abschließenden Gespräch wurde erörtert, welche Wirkung ein Hüttenausflug bei Schulklassen haben kann und welcher Spaß hier vermittelt werden könnte.
Gegen elf Uhr machte sich die gesamte Gruppe an den Abstieg. Um 13:00 Uhr wurde die Veranstaltung am Liftparkplatz für beendet erklärt.
Florian von Schlieben