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Theater

Fahrenheit 451 – Bücherverbrennung und Vergnügungsterror

Theaterfahrt der zehnten Klassen nach München

 Februar 2012

Anfang Februar starteten alle Zehntklassler, die sich für einen Besuch in der Schauburg München entschieden hatten, gegen Spätnachmittag mit dem Bus Richtung München. Neben den teilweise sehr gestylten Mädls wagten auch zwei Jungs das kulturelle Abenteuer. Bevor die Vorstellung begann, wurden die Schülerinnen und Schüler von der Dramaturgin dieses Theaterstücks in einer viertel stündigen Einführungsveranstaltung über den Inhalt und die Entstehung dieser Produktion informiert.

 

Das Stück selbst basiert auf einem Roman von Ray Bradbury, der 1953 veröffentlicht wurde. Damals beschrieb der Autor die Zukunft, doch zu Beginn des 21. Jahrhunderts haben sich viele technischen Voraussagen erfüllt, wie Flachbildschirme, Kopfhörer oder elektronische Tiere (in Spielzeugvariante). In dem beschriebenen Staat sind Bücher verboten. Es herrscht eine verkehrte Welt, in der die Feuerwehr nicht eingesetzt wird um Brände zu löschen, vielmehr hat sie das Vernichten von Büchern übernommen. Es darf niemand mehr Bücher besitzen, geschweige denn lesen. Bücher gelten als nicht kalkulierbares Sicherheitsrisiko, die zu selbstständigem Denken und Handeln verführen. Dafür werden die Bürger mit totalem Entertainment und Dauerbespaßung terrorisiert. Auf diese Weise sollen alle Menschen gleich geschaltet werden, ohne jegliche Individualität.

Im Mittelpunkt steht der Feuerwehrmann Guy Montag, der zu Beginn des Stückes noch ganz pflichtbewusst seiner Arbeit nachgeht. Doch durch die Begegnung mit dem Mädchen Clarisse, die ihm die Schönheit der Natur zeigt und eigene Gedanken und Gefühle hat, gerät sein Weltbild ins Wanken. Durch einige andere Ereignisse kommt er immer mehr ins Grübeln und beginnt zu lesen. Seine Kollegen bei der Feuerwehr schöpfen Verdacht, und bald wird er zum Gejagten.

 

2012_Theaterbesuch


Neben dem Inhalt, der einige Schüler zum Nachdenken über ihren Medienkonsum anregte, begeisterte vor allem die Umsetzung dieses Romans in ein Theaterstück. Jede fertige Szene wurde filmisch aufgenommen, mit Kommentaren versehen und einerseits an die Musiker der Bananafishbones geschickt, die die Musik passgenau für jede Szene schrieben. Andrerseits wurden diese auch an den Illustrator und Comic-Zeichner Fufu Frauenwahl in Berlin weiter gesandt, der seine Bilder direkt in die noch unfertige Inszenierung zeichnete, so dass passende Computer animierte Bilder entstanden. So konnten die Schülerinnen und Schüler eine Inszenierung sehen, die zu gleichen Teilen aus Theater, Musik und Comic bestand.

 

Ruth Pötzl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„ROMEO UND JULIA“ - Theaterfahrt   der Klassen 9c und 10c nach München

 

Am Dienstag, den 27.01.09, war es endlich so weit: Schick gekleidet   fuhren die beiden Klassen 9c und 10c ins Residenztheater nach München. Auch unsere beiden Jungs hatten sich in Schale geworfen und kamen im Anzug bzw. Blazer, was, wie wir echt alle fanden, toll aussah. Wie es von zwei fast reinen Mädchenklassen zu erwarten war, war die Wahl auf das Stück „Romeo und Julia“ von William Shakespeare gefallen. Während der Fahrt wurde von vielen Schülern spekuliert, ob das Theaterstück eher modern oder klassisch inszeniert wird. Endlich in München angekommen wurden vor dem Theater noch einige Fotos geschossen und dann ging´s ab ins Warme. Wir hatten im Eingangsbereich des Theaters noch etwas Zeit, die noble Atmosphäre zu genießen und uns ein bißchen um zu schauen.

Gespannt nahmen wir dann im Theatersaal Platz und um 19.30 Uhr begann die Aufführung. Wir merkten sofort, dass wir es mit einer sehr modernen Inszenierung zu tun hatten, fanden aber, dass diese wahrscheinlich leichter zu verstehen war. Auch ansonsten war einfach alles perfekt mit wirklich tollen Schauspielern, die sowohl Szenen zum Lachen lieferten, aber dann auch dramatische Momente mit viel Gefühl verkörperten. Auch Bühnentechnik, Lichteffekte und Musik waren sehr passend und eindrucksvoll, wie beispielsweise ein überdimensionaler Spiegel, der uns alle faszinierte, da wir so die gesamte Bühne und die Schauspieler aus zwei verschiedenen Perspektiven sehen konnten. In der Pause nach dem dritten Akt wurde viel diskutiert und natürlich wurde auch die Garderobe der anderen Zuschauer begutachtet. Um 22.45 Uhr war die Aufführung dann zu Ende und wir machten uns gut gelaunt auf den Heimweg. Von einigen konnte man dann immer wieder hören: „Also am geilsten war schon der Romeo, der sieht schon verdammt gut aus!“ Das Theaterstück hat eigentlich jedem wirklich gut gefallen und es war ein rundum gelungener Abend, an den wir alle gerne zurück denken werden.

Anja Böck, Susi Fink, Anna-Maria Eichner, Vreni Jungwirth und Vroni Blaha

 

Zusammenfassung des Inhalts:

Das Stück handelt von zwei verfeindeten italienischenFamilien: Den Capulets und den Montagues. Jedoch verlieben sich Julia, eine Capulet, und Romeo, der ein Montague ist, unsterblich ineinander. So lassen sie sich von einem Franziskanermönch, Lorenzo, heimlich trauen. Doch dann geschieht etwas Schreckliches: Romeos bester Freund, Mercutio, wird von Julias Cousin Tybalt in einem Kampf ermordet, woraufhin Romeo diesen umbringt. Nun wird Romeo aus der Stadt verbannt und Julia wird einem Freund der Familie, Graf Paris, versprochen. Julia bittet Lorenzo um Hilfe. Dieser gibt ihr einen Trank, der Julia für einige Zeit in eine Art „Tod-Schlaf“ versetzt. Nach dieser Zeit soll Romeo sie dann in der Familiengruft der Capulets, in der sie beigesetzt werden soll, abholen. Doch der Brief, der Romeo davon unterrichten soll, kommt nie an. Romeo erfährt von dem vermeintlichen Tod seiner Geliebten, eilt in die Gruft und vergiftet sich aus Verzweiflung selbst. Kurz darauf wacht Julia auf, sieht ihren sterbenden Mann und tötet sich daraufhin mit Romeos Schwert.

Beiden werden von ihren Familien gefunden, die daraufhin beschließen ihren Streit für immer zu begraben und im Frieden mit einander zu leben.

Anna Baierl