Ökonomische Verbraucherbildung
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Die ökonomische Verbraucherbildung ist ein zweijähriges Schulprojekt das in den Fächern Wirtschaft und Recht und Haushalt und Ernährung durchgeführt wird.
Die Jugendlichen lernen verantwortungsbewusste Konsumenten zu werden.Sie sollen in diesem fächerübergreifenden Projekt vor allem in ihrer Marktkompetenz gestärkt werden. Hierfür werden verschiedene Projekte in einzelnen Klassen durchgeführt sowie Vorträge organisiert.
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Medienkonsum
Vortrag im Rahmen des Projekts „Ökonomische Verbraucherbildung“
Die neuesten Songs aus der Tauschbörse geholt, lustige Filme auf YouTube angeschaut, die coolen Fotos von der Party letztens in Web hochgeladen, ein paar Kumpels sind auch drauf ... nö, gefragt hab ich die nicht. Das machen doch alle so! Ist das denn nicht ok?
Was ok ist und was nicht, darüber sprach Jörg Kabierske am 19.05. mit den Schülern aller 7. und 8. Klassen
im Theatersaal des Förderzentrums.
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sprach Kabierske punktgenau die Erfahrungen und Verhaltensweisen der 12- bis 14-jährigen an. |
Mit Film und Beispielen machte er klar, dass es eben nicht nur „nicht in Ordnung“ ist, fremde Bilder und Logos ohne Einverständnis zu veröffentlichen, die Privatsphäre anderer zu verletzen und üble Dinge über andere zu verbreiten, sondern dass es sich hier ganz klar um einen Straftatbestand handelt, der mit nicht zu knappen Geldbußen geahndet werden kann.
Machen PC und Handy krank? Neben der schädigenden Wirkung von Handys in männlichen Hosentaschen ging Kabierske mehr auf die tägliche Nutzungsdauer ein und darauf, wie „nackt“ sich mancher heute schon fühlt, wenn er mal sein Smartphone nicht bei sich hat. „Hilfe, ich bin unerreichbar!“ Könnte das der Beginn einer Abhängigkeit sein?
„Rechnet doch mal nach, wie lange ihr täglich vor Bildschirm, Fernseher oder am Smartphone verbringt!“, forderte Herr Kabierske auf und war nicht überrascht, dass sich bei der Nutzungsdauer von 1 bis 2 Stunden gerade mal zwei Hände oben befanden, bei 3 bis 4 Stunden reichte eine Hand zum Zählen und die Mehrheit bestätigte mindestens vier Stunden Medienkonsum.

Er verwies auf Studien, die zeigen, dass Studenten, die täglich in Facebook sind, deutlich schlechtere Ergebnisse in ihren Klausuren haben, dass Angestellte schlechtere Karrierechancen haben und fragte nach dem Grund. Dass man in sozialen Netzwerken eine Menge Zeit verbringen kann, die bei der Arbeit bzw. beim Lernen fehlt, das konnten einige Schüler kopfnickend bejahen. Wenig begeistert waren viele, dass nach Kabierskes Meinung für sie eine Stunde pro Tag Medienkonsum genug sein sollte.
Wie schnell Personen durch offenherzig eingestellte Daten und den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware im Netz gefunden werden können, sprach Herr Kabierske vor allem im Zusammenhang mit er späteren Berufswahl an und appellierte an alle Schüler, sich von Partyfotos im Netz zu distanzieren und alte Einträge ruhig mal zu kontrollieren.
Eindringlich sprach er an, dass es ein klarer Straftatbestand sei, vertraulich erhaltene Daten ohne Wissen des Absenders weiterzuleiten oder gar sich in den Account eines anderen einzuloggen. Nicht selten werden durch Falscheinträge Unberechtigter Profile in verletzender Weise verändert. Oft erfahren die Betroffenen erst spät, was um sie herum vorgeht und können sich nicht wehren. Cybermobbing verunsichert, verletzt, macht krank, führt in Einzelfällen zum Suizid.
Cybermobbing warum? Und warum macht keines was dagegen? Warum mobben Jugendliche per Handy, per Mail und in „Freundesnetzen“? Weil sie sich selbst dabei cool fühlen, stark finden? Und viele, viele wissen, was da abgeht, spotten mit und freuen sich, wenn andere leiden.
Hast du dich schon mal gefragt „Was würde ich tun?“ Würde ich deutlich "NEIN" sagen? Oder hätte ich Angst, das nächste Opfer zu sein? Mobbing funktioniert nur mit einer schweigenden Mehrheit. Zeige Verantwortung! Sag „NEIN“. Mit diesen deutlichen Worten beendete Jörg Kabierske seinen Vortrag, der Dank Unterstützung des Elternbeirats organisiert werden konnte.

Unrecht zu erkennen erfordert ein Unrechtsbewusstsein. Wie aber sollen Kinder und junge Leute dies entwickeln, wenn die Medien ihnen täglich zeigen, dass es „schick“ ist, die persönlichsten, vertraulichsten Handlungen Prominenter durch den Kakao zu ziehen und sich daran zu freuen; wenn Radioreporter schon Morgens Ironie und „schlecht reden“ vormachen. Ein Umdenken in der Gesellschaft ist unbedingte Voraussetzung, wenn wir von der „Generation Internet“ ein klares Unrechtsbewusstsein erwarten.
Projekt Klasse 9h und der Kathreinsmarkt
Das Projekt wurde mit der Klasse 9h gestartet. Ziel war es, die eigenen Produkte auf dem Kathreinsmarkt zu verkaufen. Hierbei wurden in dem Fach Wirtschaft und Recht die theoretischen Grundlagen geschaffen. Die Schülerinnen lernten die Einflussgrößen auf Angebot, Nachfrage und den Preis kennen und machten sich dieses Wissen zu eigen. Auch informierten sie sich im Unterricht über die verschiedenen Möglichkeiten des Wettbewerbs und der Werbung um schließlich Werbestrategien für ihre Produkte zu entwerfen. Zum Schluss wurden unter Einbeziehung der Herstellungskosten und der Konkurrenz, die Preise berechnet.

Im Fach Haushalt und Ernährung wurde die Notwendigkeit der Lebensmittelkennzeichnung und deren gesetzlichen Grundlagen erarbeitet. Die Schüler sind in der Lage Lebensmittel nach verschiedenen Qualitätskriterien zu beurteilen. Durch das neu erworbene Wissen aus beiden Fächern, sind die Schüler in der Lage ökonomisches Verbraucherverhalten zu beweisen.
Alle Zutaten, welche für dieses Projekt benötigt werden, wurden von den Schülern selbständig besorgt. Unter Einbezug der erworbenen Grundlagen aus der Fachtheorie in Haushalt und Ernährung, haben die Schüler ihre eigenen Etiketten gestaltet und produziert.

Im fachpraktischen Unterricht wurden die ausgewählten Produkte selbständig zubereitet und sachgerecht verpackt.


Am 21.11. war es dann soweit. Es erfolgte die Konfrontation mit dem realen Marktgeschehen. Zunächst musste der Marktstand möglichst dekorativ aufgebaut werden. Die Schülerinnen merkten schnell, dass es notwendig ist, gute Verkaufsgespräche zu führen um einen Kaufabschluss zu erreichen. Der Erfolg blieb nicht aus, bereits um 14 Uhr waren die Schülerinnen ausverkauft.
Nachdem der Umsatz ermittelt war, wurde noch der Gewinn berechnet. Das Geld floss in die Kasse für die Abschlussfahrt der Klasse 9h.

