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Politische Diskussion

Besuch der Wanderausstellung „Bundestag“ in Rosenheim

 

Vor kurzem informierten sich zwei Abschlussklassen der Realschule, die 10 c und die 10 f mit den Lehrkräften R. Lechner und D. Scheipl im Rahmen des Sozialkundeunterrichts im Foyer der Sparkasse Rosenheim in einer Wanderausstellung, die auf Initiative der CSU-Bundestagsabgeordneten Daniela Raab in Rosenheim Station machte, über Funktion und Aufgaben des Bundestages. 

 

Zwei Honorarkräfte der Bundestagsverwaltung versuchten, die Schüler mit der Thematik, die erst teilweise im Unterricht behandelt wurde, vertraut zu machen. Begriffe wie Parlament, Plenum, Regierungsparteien, Opposition, Ausschüsse, 5%-Klausel, Erst- und Zweitstimme usw. schwirrten durch die Runde. 

 

 

Etwas „suboptimal“ war, dass die beiden Referenten nur etwa 6 m voneinander entfernt standen und sich somit gegenseitig übertönten, Geldzählmaschinen ratterten und der Lärmpegel dementsprechend  höchste Konzentration der Schüler erforderte. Trotz der erschwerten Umstände beteiligten sich die Schüler rege am Gespräch und so diente die Veranstaltung durchaus als Grundlage für die weitere vertiefte Behandlung im Sozialkundeunterricht.

 

Politisch interessierte Realschüler

 

Zum wiederholten Male stellte sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Angelika Graf im Rahmen des von der Bundesregierung initiierten Europaschultages politischen Fragen von Zehntklässlern der Realschule Wasserburg. Ohne lang zu referieren ging die Politikerin gleich auf von Schülern vorgebrachte Themenbereiche ein. Deren Spektrum war erstaunlich breit gefächert: Mitgliedschaft der Türkei in der EU, Namensschilder für Polizisten bei Demonstrationen, Zuwanderung und Integration von Migranten, PKW-Maut für Ausländer auf deutschen Autobahnen, Tanktourismus, Steuer auf Finanztransaktionen, Reduzierung des Kindergeldes für allein erziehende Hartz-IV-Empfängerinnen, Beibehaltung des Solidaritätszuschlages, Einfluss der Aufsichtsräte von Konzernen auf die Politik, usw.

 

 

Die Abgeordnete ging dezidiert auf jede Frage ein. Im Anschluss entwickelte sich jeweils eine lebhafte Diskussion, bei der ersichtlich wurde, dass die Schüler sich durchaus schon einen eigenen politischen Standpunkt gebildet haben und den auch engagiert und informiert vertreten. Ein Schüler kritisierte am Schluss, dass sich die SPD-Politikerin in ihren Aussagen zu wenig von anderen Parteien abgegrenzt habe. Sie konterte mit dem Hinweis, dass sie die Schüler nicht parteipolitisch indoktrinieren, sondern Verständnis für die Komplexität von Politik wecken wolle, wofür sie mit großem Beifall bedacht wurde.