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Abschlussfeier 2017

 In jedem Abschied steckt ein neuer Anfang

  Dieser Gedanke durchzog die Verabschiedung der 198 Absolventen am 20. Juli 2017.
  Mit „Whatever“ stimmte Paula Gruber die Gäste ein.

 

Realschulkonrektorin Monika Dirschl begrüßte alle Absolventen, deren Eltern und Lehrer und ganz besonders die Ehrengäste.

 

In erfrischender Art führten Antonia von Aretin und Maximilian Aßböck durch das Programm. 

 

Frau Alexandra Burgmaier, stellvertretende Landrätin, dankte zuerst den Lehrkräften für ein Einsatz für unsere Kinder und riet den Entlass-Schülern: „Lernen Sie aus ihrer Lebenserfahrung und nutzen Sie auch die Erfahrungen der anderen Menschen. Man muss nicht alles selbst ausprobiert haben.“ Sie erinnerte daran, dass das Leben nicht in Schwarz-Weiß zu sehen sei und appellierte an die Absolventen, soziale Kompetenzen stets zu erweitern. Sie meinte, Mitgefühl und Toleranz bringe mehr für die Lebensverwirklichung und forderte die Absolventen auf:

„Lernen Sie nicht nur aus Büchern. Gehen Sie in die Welt hinaus!“

      

Der 3. Bürgermeister Wasserburgs, Herr Otto Zwiefelhofer, blickte zurück auf die Veränderungen der Stadt und deren wirtschaftlichen Strukturen. Er verwies auf den Wandel der beruflichen Situation und ermutigte die Abschlussschüler:

 

„Nutzen Sie die vielen Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die unsere Region anbietet.“ Zudem rief er alle Absolventen auf, wählen zu gehen zur Sicherung einer freien und demokratischen Zukunft und wünschte ihnen „alles Gute“. 

 

Mit Versen von Hermann Hesse - mit Klavieruntermalung - richtete sich RSD Wilhelm Kürzeder an das Publikum. 

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. ...*)

„10 Stufen habt ihr geschafft, manche Stufe war vielleicht sehr hoch, manche langweilig, andere wieder voller gemeinsamer Erlebnisse. Manche waren – aus Sicht der Eltern – gut, wenn es dem Kind gut ging und die Noten stimmten. Ihr seid ein Stück erwachsen geworden, habt soziale Fähigkeiten und besitzt Allgemeinwissen, könnt Fremdsprachen usw.“ MB Kürzeder betonte auch, die Schule habe positive Akzente gesetzt und zur Persönlichkeitsbildung, zur Bildung von Charakter und Herz beigetragen.

 

 

 

 
  
  Die Klasse 10g sang „All of Me“ und überreichte ihrer Klassenleiterin danach rote Rosen, bevor die Elternbeiratsvorsitzende das Wort an die Gäste richtete.
  Frau Gießibl orientierte sich an John Wayne: „Rede einfach, langsam und sag nicht zu viel!“ Sie griff das von den Schüler(innen) gewählte Thema „Legends of Hollywood“ auf und stellte die Frage, was Stars abhebe. Persönlichkeit? Aussehen? Mut? – „Eure Eltern haben euch unterstützt, eure Einzigartigkeit zu entdecken.“ Und mit dem Querverweis auf Emma Watson forderte sie die Absolventen auf, herauszufinden was sie wirklich tun möchten und wünschte ihnen, glücklich zu werden.
  Herr Klee, der Vorsitzende des Fördervereins, nahm Bezug auf die „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und nannte dies ein „Bekenntnis“. Er betonte, dass dies immer die Unterstützung durch den Förderverein finde. An die Absolventen richtete er sich mit einer Parabel, die das Leben mit einem Glas vergleicht. Die Botschaft war: „Fülle dein Leben mit wirklich wichtigen Dingen, aber auch mit angenehmen Dingen. Und selbst wenn das Glas voll ist, muss noch Platz sein für Entspannung. In diesem Sinne wünschte er „viel Erfolg“.
 

Schülersprecherin Birgit Rodinger erinnerte an den Eintritt in die Grundschule und Realschule und beschrieb, wie schnell doch die Schulzeit verflogen sei. Sie dankte den Lehrkräften, besonders den Verbindungslehrern, Herrn Andörfer und Frau Heilmann, die die SMV immer kräftig unterstützt haben. Ihr Dank galt auch den Damen des Sekretariats und nicht zuletzt den Eltern, die „uns zu dem gemacht haben, was wir jetzt sind“.

 An dieser Stelle war „Ein Hoch auf uns“, das die 10 g präsentierte, genau passend.

 

„Hey teacher …“
RSD Markus Hösl-Liebig warf die Frage auf, ob man sich in der sechs Jahre dauernden Schulzeit zwar geborgen fühlte, dies aber auch als ein „gefangen sein“ empfunden hatte. „War er denn nicht immer da, der Wunsch, endlich frei zu sein?“


Mit einem Wortspiel, angelehnt an Oscar Wilde’s ‚Reading Gaol‘, das die letzten Tage eines Gefangenen beschreibt, verglich er den Wandel – von gaol zu goal – vom Gefängnis zum Ziel.


Nun ist man entlassen in die Freiheit. Empfand man die Schule vielleicht doch als schützende Burg? „Habt keine Angst vor vermeintlichen Sackgassen. Fehlentscheidungen sind oft auch neue Chancen.“ So entließ Herr Hösl-Liebig die Absolventen mit den Worten „Geht auf die neue ‚Spielwiese‘ und habt keine Angst, beim Tanzen den Boden unter den Füßen zu verlieren.“

 

Es folgte die Zeugnisverleihung durch die Klassleiter. Die Schulleitung gratulierte jedem einzeln und der Elternbeirat gratulierte und gab ein kleines Präsent mit auf den Weg.


Die 10 h widmete ihrer Klassleiterin Frau Cronenberg das Lied „Hollywood Hills“ und die 10c richtete sich mit „Gloane Lehrer“ an Herrn Thomas.

 

 

 

Paul Röttger spielte in bewegender Weise auf der Trompete „What a Wonderful World“ und erhielt riesigen Beifall.

 

Für einen besonders guten Notendurchschnitt wurden in diesem Jahr 13 Schüler(innen) ausgezeichnet:


Sandra Wieser (1,00), Julia Adelberger (1,09), Birgit Hengstberger (1,17), Anna Maria Magdalena Schuster (1,18), Kristina Geißinger (1,27), Annika Nina Liliane Bögle (1,33), Irmgard Steinegger (1,33), Claudia Fischer (1,42),Anna Maria Purainer (1,45), Emily Laura Demmel (1,58), Julia Hohnen (1,58), Lisa Rebecca Linhuber (1,58) und Andreas Scheidegger (1,58). 

Geehrt wurden auch die Schüler, die sich über mehrere Jahre um das Schulleben verdient gemacht hatten.


„Eine ins Leben“ sangen Frau Heilmann, Frau Weigold, Frau Kristen, Frau Fischer und Frau Kuchler zum Abschied. Danach wurde in der Aula bewirtet und noch lange weiter gefeiert.

     

 

   

 

 

*) Die Stufen - Hermann Hesse

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.
Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden ...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!