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Gäste aus Nantes 2016

25.04.2016 - 02.05.2016

 

 „Monsieur, Deutschland ist ja so bunt!“

…hörte der Deutschlehrer unserer französischen Austauschpartner Paul Pislea von einigen Schülern während ihres Aufenthaltes bei uns in Wasserburg. Sie dachten, Deutschland wäre grau und kalt. Letzteres zumindest bewahrheitete sich leider an einigen Tagen ihres Besuchs. Das Aprilwetter zeigte sich von seiner allerbesten Seite und sorgte für eine bunte Mischung aus Schneesturm, blauem Himmel und Regen. Unsere Stimmung ließ sich jedoch nicht trüben.

 

Bester Laune verbrachten die Schüler ihren ersten Tag in Deutschland gemeinsam in Salzburg. Die Stadtführung hatten in diesem Jahr die Schüler der 8f vorbereitet und begleiteten unsere Gäste professionell durch die Stadt. Mit silbernen Mozartkugeln im Gepäck oder Bauch durften alle am Nachmittag in die Bergwelt eintauchen. Dabei war der Besuch des Salzbergwerks in Bad Reichenhall wie immer ein ganz besonderes Erlebnis. Zugfahrt in den Stollen, Rutschen in die Dunkelheit, Erkundung des Salzabbaus… Einfach spannend!

 

 

„Der Name ist Programm“ könnte man fast behaupten, wenn man von Regensburg und dem zweiten Ausflug unserer französischen Gäste spricht. Die Stadtführerin hatte ihre liebe Mühe, trockene, schneefreie Orte zu finden, um den Schülern die Geschichte der Stadt näherzubringen. Wer aufmerksam zuhörte, erfuhr, dass diese eben nicht nach dem Wetterphänomen, sondern vielmehr nach dem Fluss „Regen“ benannt ist. Jedenfalls folgten unsere französischen Gäste interessiert den Ausführungen, als ob es das Normalste der Welt wäre, Schnee von rechts oder Regen von links ins Gesicht geweht zu bekommen. Aus unserer Sicht könnte das Wetter für eine Stadtbesichtigung nicht schlimmer sein, für sie jedoch war es wahrscheinlich ein Stück Abenteuer, denn Schnee gibt es in der Bretagne nicht. Zudem konnte alles mit Freizeit für Shopping wieder gut gemacht werden.

 

Zumindest von offizieller Seite waren Salzburg und Regensburg in diesem Jahr die Highlights der Woche. Würden wir die Teilnehmer des Austauschs fragen, bekämen wir sicherlich ganz andere Antworten wie „Die Party in der Schule war cool!“ oder „Brezen in der Schulküche zu backen war unglaublich toll!“ bekommen. (Das Fach „Haushalt und Ernährung“ bzw. eine Schulküche sind in Frankreich völlig unvorstellbar!) Eines steht jedoch fest: Wir alle - Schüler und Lehrer - genossen den Austausch und freuen uns schon auf die nächste Begegnung!

 

Ein großes Dankeschön an die Schüler der 8f und 8g und ihre Eltern sowie Frau Heidlinger und Herrn Hölzle, welche unsere französischen Gäste so herzlich aufgenommen haben. Unser Dank gilt ebenso dem Deutsch-Französischen Jugendwerk und der Sparkasse Wasserburg, ohne deren finanzielle Unterstützung dieses Projekt nicht hätte durchgeführt werden können.

 

Nadja Knoll für die Fachschaft Französisch