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Abschlussfeier 2019

 

175 Schülerinnen und Schüler beendeten erfolgreich ihre Realschulzeit. Zur diesjährigen Abschlussfeier begrüßte Realschulkonrektorin Monika Dirschl die Ehrengäste und die Absolventen sowie deren Eltern und Lehrer.

 

Musikalisch begrüßten die Lehrerband und danach Simon Schmid, Johannes Mühlbacher und Manuel Kettner mit einem eindrucksvollen „Requiem for a dream“.

 

Die stellvertretende Landrätin Andrea Rosner sprach das erste Grußwort an die Entlassschüler. Sie betonte, jetzt, nachdem die Schweißperlen der letzten Prüfungswochen getrocknet seien, beginne ein neuer Weg. Sie ermunterte, den Blick nun auf die globale Entwicklung zu richten und bedankte sich dafür, dass an der Realschule Wasserburg so viele junge Leute gut ausgebildet würden.

Werner Gartner, 2. Bürgermeister Wasserburgs, stellte anknüpfend an seine eigene Lebenserfahrung klar: Bildung macht den Unterschied! Er wies darauf hin, dass heutige Berufseinsteiger drei- bis viermal den Beruf wechselten und sich weiterbilden müssten. Er versicherte, dass es Spaß machte, immer wieder zu lernen und neues Wissen zu erlangen.

 

Er dankte Eltern und Lehrern für ihren Einsatz bei Erziehung und Bildung und erinnerte daran, dass 617 Millionen Kinder nicht lesen und rechnen könnten. Zuletzt ermahnte er die Entlassschüler, immer kritisch, aber fair zu sein und machte bewusst, dass jeder in der Gesellschaft gebraucht werde, im Beruf, im Ehrenamt und privat. Für ihren weiteren Weg wünschte er allen viel Glück.

 
 „Nur noch kurz die Welt retten“ sang die Klasse 10d mit einer eigenen Textvariation. Dann baten die beiden Moderatoren Frau Gießibl, die Vorsitzende des Elternbeirats, auf die Bühne.  

 

Sie verglich die Situation mit einer Zugfahrt, die in der Grundschule noch überschaubar war, die nach den Grundschuljahren bei Eintritt in die Realschule schon etwas unübersichtlicher wurde und bei der man sich verlaufen konnte und sich manchmal wünschte, in einem anderen Abteil zu sitzen und andere Mitreisende zu haben. Aber sie betonte auch, dass im Zug alle gleich schnell ankommen, egal, ob sie etwas tun oder nicht. An der Schule aber zeige sich der klare Unterschied zur Zugfahrt: Ohne eigenen Einsatz läuft hier nichts! Eltern und Lehrer kontrollierten und motivierten den Einsatz und unterstützten die Persönlichkeitsentwicklung. Und so bleibe auch mal Zeit, „aus dem Fenster zu schauen“ und sich für gesellschaftliche Themen zu interessieren. - „Heute seid ihr am Fernbahnhof angekommen. Es ist Zeit, in den nächsten Zug einzusteigen: Richtung Zukunft, Gleis 10.“ Frau Gießibl legte allen ans Herz, ruhig auch mal einen Zug zu wechseln, sollte der eingeschlagene Weg falsch sein.

Die Schülersprecherin Mary Pejic erhielt – gerade auf der Bühne - einen Anruf. Eine Jobagentur interessierte sich für frisch entlassene Realschüler. Mary beantwortete sogleich die vielen Fragen des Anrufers.

 

"Ja, redegewandte Damen hätten wir hier genug. Seit Jahren würden die Damen im Gesprächsmarathon trainieren und mit Heiserkeit, nein, da hätte man kein Problem. Ob wir auch soziale und zuverlässige junge Leute haben? Na klar, bei einigen könne man sich voll drauf verlassen, dass sie regelmäßig dienstags und donnerstags die Hausaufgaben vergessen. Und die Kreativabteilung sei durch nichts zu überbieten! Mit welch fantasievollen Entschuldigungen manche arbeiten, das sei kaum zu toppen. Und im Bereich Verschlüsselungstechnik haben wir viele Spezialisten; einige haben ihre Schrift in Schulaufgaben so stark verschlüsselt, dass nicht nur der Lehrer, sondern auch sie selbst den Sinn nicht mehr herausfinden konnten."

 

"Sie fragen, warum wir überhaupt verkaufen? Wissen Sie, die meisten liegen hier schon sechs Jahre herum. Die müssen jetzt raus! Aber greifen Sie schnell zu – die Lieferung 2019 ist sicher schnell ausverkauft."

 

Exit - Rexit

 

Hinter diesen Worten stecken Überdruss, Enttäuschung, Ende. Strukturen werden aufgelöst und es kann ein unplanmäßiges Chaos entstehen. Doch, so meinte Schulleiter Markus Hösl-Liebig, stehe dahinter auch eine positive Bedeutung: exit = Ausgang. Exit ist auch der Weg zum Neuen.

 

"In der Schule habt ihr gelernt, mit Neuem umzugehen – trotz Lampenfieber. Ihr habt gelernt, neugierig auf Neues zu schauen, einen Aufbruch zu wagen. Die Fahrkarte dafür ist das Zeugnis, das ihr jetzt erhalten werdet."

„Lieder“ und „Die Reise“ in einer eigens angepassten Textvariante sangen die Klassen 10g bzw. 10h. Anschließend verteilten die Klassleiter die Zeugnisse an ihre Klassen. Vom Elternbeirat erhielt jeder Absolvent ein kleines Geschenk.

 

 

Vivian Eckl beeindruckte mit ihrer Stimme.

 

Mit „Satellite“ bewegte sie das Publikum zum Mitklatschen und erhielt anschließend großen Beifall.

 

Die 10a verabschiedete Helmut Hölzle mit einem Sketch „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“. 

 

Zuletzt ehrte Schulleiter Hösl-Liebig die Besten des Jahrgangs.

15 Schülerinnen und Schüler hatten einen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,5. Wir gratulieren!

 

 

Die Ehrung der Schüler, die sich in besonderer Weise für das Schulleben eingebracht hatten und ein Musikstück rundeten die Feier ab. In der als Casino dekorierten Aula wurde noch kräftig weiter gefeiert.