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Lesung mit M. Altinger

 Am Freitag, 18.11.2016, durften wir anlässlich des 13. Bundesweiten Vorlesetages Herrn Michael Altinger an unserer Schule herzlich willkommen heißen. Durch seine mitreißende Vortragsweise schaffte es der bayerische Kabarettist und Pate unseres Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, bei den Schülerinnen und Schülern der Klassen 9e und 9g trotz der allgegenwärtigen Flut an digitalen Medien die Begeisterung für das Lesen zu wecken.

 

Dabei sprach er offen mit den Beteiligten das Thema „Rassismus und Vorurteile“ an. Unter den interessierten Zuhören befanden sich auch der Ministerialbeauftragte der Realschulen Oberbayern-Ost, Herr Wilhelm Kürzeder, der Schulleiter, Herr Markus Hösl-Liebig, sowie die Deutschlehrer, Herr Michael Andörfer und Frau Julia Kuchler.

 

In Kürze gelang es Michael Altinger, die Neugier der Neuntklässler zu wecken und stets aufmerksam dem Inhalt des Jugendbuches „Dönerröschen“ von Jaromir Konecny zu folgen. Dieses handelt von Jonas, einem 16-jährigen Jungen, der sich in ein türkisches Mädchen namens Sibel verliebt und dadurch mit einer anderen kulturellen Welt in Kontakt tritt, die für ihn einige befremdliche Situationen bereithält. Auf sehr humorvolle Weise werden darin Alltagsgegebenheiten geschildert, die die kulturellen Unterschiede offenbaren. Dabei stehen bei der Begegnung mit anderen Lebensweisen die Toleranz und Offenheit an vorderster Stelle. Herr Altinger appellierte immer wieder an eine aufgeschlossene Weltanschauung der Heranwachsenden und gab ihnen den Rat, sich auf Neues einzulassen und sich die Geschichten anderer anzuhören, um sich danach ein eigenes Urteil bilden zu können.

 

 

 Im Anschluss an die Lesung wurde eine Diskussionsrunde zum Thema „Rassismus“ eröffnet. Daran beteiligten sich nicht nur die Jugendlichen. Auch der Schulleiter wandte das Wort an seine Schülerinnen und Schüler und beteuerte erneut, wie wichtig es sei, offen für andere Kulturen zu sein und sich nicht durch hartnäckige Vorurteile leiten zu lassen, die unsere Welt in „Gut und Böse“ sowie „Schön und Hässlich“ einteilen. Anschließend wurden die Meinungen und Ansichten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer im regulären Deutschunterricht aufgegriffen und evaluiert.

 

An dieser Stelle bedanken wir uns recht herzlich bei Herrn Altinger sowie Herrn Andörfer, der diese Aktion organisiert hat. Als Resümee bleibt festzuhalten, dass die Literatur oftmals den Schlüssel zu unbekannten und fremden Welten liefert und damit wesentlich zur politischen Bildungsarbeit beiträgt.  

 

J. Kuchler