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Römisches Gastmahl

„Venite circa IX. horam ..

„Kommt um die neunte Stunde.“ So lautete das Motto des Geschichtsprojekts der Klasse 6 h. Unter der Leitung von StRef Sascha Thalacker, machten sich die Schüler und Schülerinnen daran, längst vergangenen Sitten, Gebräuchen und Rezepten aus dem antiken Rom wieder neues Leben einzuhauchen.

 

 

Das Ziel des Projekts war es, den Eltern und Lehrkräfte ein römisches Gastmahl, serviert in einem entsprechenden Ambiente, zu präsentieren. So recherchierten die Schülerinnen und Schüler im ersten Teil des Projekts während mehrerer Geschichtsstunden in vier Arbeitsgruppen nahezu selbstständig die wesentlichen Bestandteile eines römischen Gastmahls.

 

Die Schwerpunkte der Arbeitsgruppen bildeten dabei die Bereiche Anlässe und Unterhaltungsprogramm, Musikuntermalung und Gesang, Ausstattung, Verhaltensweisen und Tischsitten sowie schließlich Speisen und Getränke. Im Anschluss an die Vorpräsentation der Arbeitsergebnisse und die Erstellung von Informationsplakaten, legte die Klasse dann die endgültige Menüfolge fest, die sich aus Vorschlägen der Schüler zusammensetzte.

Gastmahl

 

Gastmahl

 

Richtig interessant wurde es allerdings im zweiten Teil. Nun machten sich die Mädchen und Buben nämlich daran, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Dabei wurden im Unterricht für Textiles Gestalten römische Fibeln sowie Togen oder Stolen (Umhänge) gebastelt. Am Tag des Gastmahls wurde die Aula mit Matten, kleinen Tischen und römischen Wandmalereien in den Speisesaal einer Villa Rustica (römisches Gutshaus) verwandelt und Teile der Klasse sammelten erste Erfahrungen im Fach Haushalt und Ernährung. So bereiteten die Schülerinnen und Schüler in der Schulküche für ihre rund 50 (!) begeisterten Gäste kulinarische Genüsse aus längst vergangenen Tagen vor. Schließlich schlüpften mehrere Schülerinnen und Schülern in die Rolle von Sklaven und bedienten ihre Gäste nach alter Sitte.

 

Gereicht wurde von den Gastgebern:

 

  • Käse-Knoblauch-Kräuter Paste (Morteum)
  • Vorspeise von Aprikosen (Gustum de praecoquiis)
  • Römischer Getreidebrei (Puls)
  • Huhn auf andere Art (Aliter pullum
  • Ferkel in Koriandersauce (Porcellum coriandratum),
    dazu Gerstengrütze auf andere Art und
    frische Champignons (Aliter tisanam et boletos fungos) und
    Omeletts mit Milch (Ova sfongia ex lacte)

Gastmahl

Die Schüler waren mit Feuereifer bei der Sache und bereiteten Speisen zu, die deutlich anders schmecken als Wiener Schnitzel, Pizza oder Schweinsbraten. Dennoch fanden diese altertümlichen Genüsse großen Anklang.

 

 

Fazit der Schüler und der Lehrkraft:

 

 

 

 

Geschichtsunterricht ist wie ein guter Wein, der zu einem Gastmahl gereicht wird: Er muss nicht unbedingt trocken sein, kann aber durch seinen lieblichen Geschmack den Appetit auf mehr erst so richtig anregen.

 

 

 

Sascha Thalacker, StRef

 

 

Gastmahl