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Was macht eigentlich ein Stadtarchiv?

Reise in die Vergangenheit

Was ist eigentlich ein Stadtarchiv? Was macht ein Archivar? Und wie sah Wasserburg zu Zeiten des Ersten Weltkriegs aus? Diesen und anderen Fragen ging die Klasse 9d im Wasser- burger Stadtarchiv mit Hilfe von Archivleiter Matthias Haupt nach.

Gleich zu Beginn der Führung bekamen die SchülerInnen Gelegenheit, in alten Urkunden zu lesen oder das künstlerische Reisetagebuch eines Wasserburger Bürgers aus dem 17. Jhd. zu bestaunen. Selten war es den SchülerInnen möglich, die Vergangenheit so greifbar zu erleben.

  

  

Einen besonderen Schwerpunkt des Besuchs bildete die Frage, wie die Wasserburger Bevölkerung während des 1. Weltkrieges lebte. Da sich über diese Zeit bereits sehr viele Fotoauf-nahmen finden, konnten die SchülerInnen aus verschiedensten Quellentypen Informationen über das Alltagsleben und die Sorgen der Bevölkerung gewinnen.

 

Zum Abschluss der Führung gewährte Herr Haupt den SchülerInnen einen Einblick hinter die Kulissen des Archivs. Hier erfuhren die Schüler, nach welchem System die Zeugnisse der Wasserburger Vergangenheit geordnet sind. Auf besonderes Interesse stieß dabei die Sammlung des Wasserburger Anzeigers, dem unmittelbaren Vorgänger der Wasserburger Zeitung, dessen Ausgaben bis ins 19. Jahrhundert erfasst sind. Was schrieb beispielsweise die Tages- zeitung über das Attentat auf Franz-Ferdinand am 28. Juni 1914 und war man sich damals schon über dessen Tragweite bewusst? Ein Blick in das Archiv und die Frage lässt sich beantworten…

 

Der Ausflug ins Wasserburger Stadtarchiv wurde von Seiten der SchülerInnen und der Lehrkraft durchweg als positiv bewertet. Das große Engagement von Seiten der Archivleitung macht den Wert von Archiven für die regionale Geschichtsvermittlung deutlich. Gleichzeitig ist es möglich, thematische Schwer- punkte zu setzen und diese anschaulich zu vertiefen.

Hohenadl Martin