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Plastikfrei(er) leben

 

 

Im Rahmen unseres Jahresprojekts „Klima, Umwelt, Ernährung“ nahmen am 10.01.2020 zehn Klassen unserer Schule am Vortrag von Frau Stefanie Frisch zum Thema „Plastikfrei(er) leben“ teil.

 

Seit mehreren Jahren versucht die Referentin, möglichst plastikfrei zu leben. Als Chemikerin weiß sie sehr wohl, dass Kunststoff in vielen Bereichen ein sehr nützliches Material ist, als Biologie aber auch, dass Plastik sehr viele schädliche Stoffe (vor allem Mikroplastik) enthält, die für Mensch, Tier und Umwelt sehr ungesund sind. So haben bereits 90 % der Bevölkerung gesundheitsschädliche Weichmacher im Blut, in den Meeren befindet sich inzwischen 6x mehr Plastik als Plankton, eine Plastikflasche benötigt 450 Jahre um zu verrotten.


 

 

Nach dieser kurzen Einführung wurden die Schüler aufgefordert, sich einen beliebigen Tag vorzustellen und zu überlegen, wie oft sie vom Aufstehen bis zum Schlafengehen mit Plastik in Kontakt kommen und wie sie dieses Plastik unter Umständen ersetzen könnten.

 

Eindrucksvolle Fotos von Badezimmern mit unzähligen Plastikflaschen, aber auch von Badezimmern, in denen festes Shampoo und Haarspülung, Deo in fester Form, Zahnputztabletten und Zahnseide im Glas und Holzzahnbürsten Plastik verdrängt hatten, zeigten den Schülern, welche Alternativen es zum Plastik gibt.
Im Bereich „Plastik im Schulalltag“ und „Plastik beim Einkaufen“ hatten die Schüler viele gute Ideen. Die Verwendung von Trinkflaschen, Brotzeitbehältern, umweltfreundlichen Einbänden und Schreibmaterial waren nur einige davon.

 

 

 

Frau Frisch betonte immer wieder, dass man Sachen, die man bereits besitzt, auch wenn sie aus Plastik sind, möglichst lange verwenden sollte. Denn es macht keinen Sinn, Plastik einfach wegzuwerfen und es durch neue, umweltfreundliche Dinge zu ersetzen. Im Übrigen gab sie zu bedenken, dass man nicht von heute auf morgen vollständig auf Plastik verzichten kann und muss. Sie selbst habe immer wieder Neues ausprobiert und auf diese Weise ihren Haushalt nach und nach „plastikfreier“ organisiert. So stellt sie inzwischen Waschmittel aus Kastanien bzw. aus Kernseife her, plant ihre Einkäufe besser, indem sie Säckchen und Gläser als Verpackungshilfen mitnimmt und benutzt Bienenwachstücher als Folienersatz. Ein Schritt muss dem anderen folgen.

 

 

Besonders erfreulich war, dass viele Schüler darüber berichteten, auf welch vielfältige Weise sie bereits zu Hause Plastik immer mehr reduzieren, einige scheinen schon richtige Experten zu sein.

 

Nach dem 60-minütigen Vortrag hatten die Schülerinnen und Schüler zahlreiche Ideen, wie sie selbst oder auch ihre Eltern das Leben „plastikfreier“ gestalten können. Bleibt nur noch zu hoffen, dass die einzelnen Klassen die eine oder andere Idee auch praktisch umsetzen.

 

 

Weitere nützliche Informationen zu diesem Thema finden Sie unter:

 

>>>www.wildeshuhn.blog bzw. unter

>>>utopia.de oder

>>>smarticular.net